Tramatisierungen

Trauma-Arbeit:Wie man destruktive Muster unterbricht!

Trauma heisst Verletzung. Diese kann sowohl körperlich als auch seelisch sein. Definitionsgemäss erfüllt eine traumatisches Ereignis folgende Kriterien: Die Person war selber Opfer oder Zeuge eines Ereignisses, bei dem das eigene Leben oder das Leben anderer Personen bedroht war oder eine ernste Verletzung zur Folge hatte. Die Reaktion des Betroffenen beinhaltete Gefühle von intensiver Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzten (Dr. med. Luise Reddemann und Dr.med. Cornelia Dehner-Rau: Trauma Folgen erkennen, überwinden und an ihnen wachsen, Trias, Stuttgart, 2006, S. 18)

Wer auf sein Leben zurückschaut, wird sich an manche Verletzungen erinnern können. Wunden gehren zum Schicksal eines jeden Menschen. Die meisten davon heilen wieder, da jeder Mensch über eine grosse innere Gesundungskraft verfügt. Wenn eine Wunde verheilt ist, bleibt oftmals als Erinnerung eine Narbe zurück. Doch Körper und Seele sind wieder gesund, widerstandskräftig und belastbar. Manchmal entsteht daraus eine besondere Kraft oder Fähigkeit: gerade psychische Verletzungen, welche geheilt sind, können zu einer ausserordentlichen Gabe werden. Sie haben einen etwas Wichtiges gelehrt über sich selber, über andere Menschen und über das Leben insgesamt. (Bertold Ulsamer: Lebenswunden, Hilfen zur Traumabewältigung, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzbach, S. 11)

 

Das sind zwei wichtige Feststellungen rund um das Thema Trauma. Das Wissen um die seelische Verletzungen (oder Traumata) ist in der heutigen westlichen Gesellschaft relativ neu. Wichtige Einsichten in verborgenen Zusammenhängen wurden bei uns nur in den letzten Jahrzehnten gewonnen. Erst 1980 wurden die Belastungen nach einem Trauma (die sog. Posttraumatischen Störungen) in den USA offiziell von Ärzten zu den psychischen Störungen gezählt.

Unverarbeitete Traumata werden oft ins Unbewusste verdrängt, wenn jedoch kleinste Details an die angstmachende Situation wieder daran erinnern, dann wird der Betroffene oft von Panikattacken und Ängsten geplagt. Somit entsteht ein neuer Kreislauf von vermeiden wollen und von der Angst vor der Angst, welcher die Lebensqualität der Betroffenen stark einschränkt

Die Neuropsychologie kann heute Traumata sogar bildlich im Gehirn mittels modernen bildgebenden Verfahren illustrieren. Die Neuropsychologie kann die Funktionsweisen und die Wechselwirkungen der drei Gehirnteile Neurokortex, Lymbisches System und Hirnstamm recht gut erklären. Insbesondere während und nach einem Trauma sind die drei Gehirnteile nicht mehr aufeinander abgestimmt, dies ist die Ursache für die Posttraumatischen Störungen und weiteren Folgesymptomen. Durch die Erkenntnisse der Neuropsychologie kommt man allmählich immer mehr auf die vorsichtige Hypothese, dass hinter vielen anderen, schwer zu behandelnden Symptomen und psychischen Erkrankungen eventuell eine nicht verarbeitete Traumatisierung steht.

Peter A. Levine vertretet in seinem somatischen Ansatz: Somatic Experience die Meinung, dass noch nicht geheilte psychische Verletzungen eigene Wiederholungsmuster generieren, damit die innere Gesundungskraft eine weitere Chance bekommt, die Verletzung zu verarbeiten. Bei schweren Ereignissen, welche wir stark verdrängt haben, können diese Muster der Wiederholung jedoch nicht in die Tiefe wirken, deshalb kommt es oft zu einer Re-Traumatisierung statt zu einer Heilung. Durch das Verstehen und Einbeziehen von rein körperlichen selbstregulierenden Abläufen und durch die Hilfe der Imaginationskraft, können nach Levine, Traumata auf einer sehr sanften Art somatisch ausgeleitet, abgeschüttelt und verarbeitet werden.

Manche Psychotherapeutische Ansätze wie jener von Franz Ruppert (Mehrgenerationale Psychotraumatologie) sind davon überzeugt, dass unverarbeitete Traumatisierungen durch Bindungsschwierigkeiten von Generation zu Generation weitergegeben werden. Durch eine Variante der systemischen Aufstellungsarbeit, können diese weitergegebenen Trauma-Muster verstanden und aufgelöst werden.

Die beiden Psychologen Laurence Heller und Aline Lapierre sprechen schliesslich von Bindungsstörungen und Entwicklungstraumatisierungen. Mit ihrem Neuroaffektiven Beziehungsmodell (NARM) zeigen sie auf, wie Traumata durch die Stärkung der Selbstregulierung und die Auflösung von alten hinderlichen Überlebensstrategien, verarbeitet und aufgelöst werden können und ein gesundes Selbstbild entwickelt werden kann.

In den psychologischen Beratungen werden Sie behutsam und professionell informiert und begleitet. Ich unterstütze Sie, wenn notwendig und erwünscht auf drei Ebenen (psychisch, körperlich und seelisch) und richte mich stets nach Ihrem individuellen Rhythmus und nach Ihren Ressourcen!

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